Bestattungsarten und -orte, Grabarten

 

Bestattungsarten gibt es letztlich nur wenige. Grabarten oder Bestattungsplätze dagegen gibt es viele. Während jedoch bei den Erd- bzw. Sargbestattungen nur wenige Varianten zur Verfügung stehen, gibt es für Totenaschen eine ganze Reihe von Möglichkeiten.
Im Folgenden versuche ich, einen Überblick darüber zu geben.

Die Sargbestattung erfolgt in der Regel in einem Erdgrab auf dem Friedhof.
Eher seltener sind Bestattungen in Gruften, Mausoleen oder gar Krypten.

Das wohl bekannteste Mausoleum dürfte das Taj Mahal in Indien sein.

 

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem Krematorium verbrannt.
Dazu wird er mit einem Sarg in eine Brennkammer des Einäscherungsofens eingeschoben.
Der Einäscherungsprozess dauert in der Regel zwischen anderthalb und zwei Stunden. Aufgrund der technischen Auflagen kann immer nur eine Einäscherung gleichzeitig erfolgen. Somit ist sichergestellt, dass die Aschekapsel ausschließlich die Asche des einen Eingeäscherten beinhaltet.
Für die Zuordnung der Asche und um dieses auch später noch überprüfen zu können, wird in den Sarg ein feuerfester Schamottstein mit einer Registrierungsnummer gelegt.

 

Bei der Kryostase wird der Körper nicht im eigentlichen Sinne bestattet. Vielmehr handelt es sich dabei um ein Einfrieren des Leichnams und in Folge um die Aufbewahrung in flüssigem Stickstoff bei knapp über -200° C. Hintergrund derjenigen, die sich kryokonservieren lassen,
ist oftmals die Hoffnung, dass die technische Entwicklung in einer zukünftigen Zeit ein Wiederauftauen und Wiederbeleben ermöglicht.
Gerade das Auftauen ohne dabei das Zellgewebe zu zerstören, stellt jedoch nach aktuellen Erkenntnissen die größte Herausforderung dar.

Die Diamantbestattung ist eigentlich gar keine echte Bestattungsform. Hier wird lediglich ein Teil der Totenasche, nämlich der daraus extrahierte Kohlenstoff zu einem Diamanten gepresst. Die Farbe und der Schliff sowie bis zu einem die restliche Totenasche wird wie bei anderen Feuerbestattungen behandelt und ist zumindest in Deutschland bestattungspflichtig.

 

Der Leichnam wird bei der alkalischen Hydrolyse in einen Druckbehälter mit einer auf etwa 160° C erhitzten Kalilauge gegeben. Innerhalb weniger Stunden löst sich der Körper bis auf die Knochen auf. Die verbleibende Flüssigkeit ist steril und kann bedenkenlos entsorgt werden. Die Knochen werden gemahlen und können den Angehörigen für die Bestattung übergeben werden.Der Ursprung der Hydrolyse findet sich in der Veterinärmedizin. Mit diesem Verfahren konnten zum Beispiel an BSE erkrankte Rinder entsorgt werden, da aufgrund der hochkonzentrierten Lauge auch Prionen sicher inaktiviert werden.

Bestattungsorte und Grabarten

Friedhöfe

Der klassische Ort für Bestattungen. Friedhöfe können durch kommulane, kirchliche oder private Träger unterhalten werden. Die Beaufsichtigung der Träger obliegt den Bezirksregierungen.

Auf den Friedhöfen werden oftmals unterschhiedliche Bestattungsplätze angeboten. Die klassischen Grabarten Erdbestattungsgräber und Urnengräber werden heutzutage ergänzt durch Urnenstelen, Kolumbarien, Rasengräber, etc..
Je nach Region und Träger werden aber zum Teil auch Gruften oder sogar Mausoläen angeboten.  

Bestattungswälder

Im Laufe der letzten 20 Jahre sind in Deutschland viele Bestattungswälder entstanden. In der Regel handelt es sich dabei um frei zugängliche Waldgebiete, die von einer Trägergesellschaft geleitet werden. Der bekannteste Anbieter dürfte das Unternehmen Friedwald® mit Sitz in Griesheim sein, welches deutschlandweit 78 Standorte betreut. Daneben gibt es aber konzeptionell vergleichbare Anbieter wie z.B. Ruheforst® (Video) oder auch diverse einzelne eher lokal aufgestellte Betreiber.

Im näheren und weiteren Umkreis von Detmold gibt gleich mehrere Standorte: